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Verantwortung übernehmen zahlt sich aus.

Wer Gutes tut, dem soll Gutes geschehen: mit dem Verantwortungspreis der Volksbank Ulm-Biberach eG wurde bereits zum zweiten Mal besonderes verantwortungsvolles Engagement aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie sowie Ethik/Soziales geehrt. Egal ob Menschen, Schulen, Kindergärten, Unternehmen oder Vereine – jedes Engagement zählt.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Verantwortungspreis. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Bewerbungsphase für 2018 leider bereits abgeschlossen ist.

Verantwortungspreis

Zum zweiten Mal prämierten wir besonderes verantwortungsvolles Engagement.
Verantwortung übernehmen – für die Region, unsere Heimat, für zukünftige Generationen und für die Menschen, die hier leben. Das liegt uns am Herzen.

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Neben der ökonomischen Verantwortung für unsere Bank – und damit für unsere Mitglieder – leben wir diese Verantwortung tagtäglich auch in den Bereichen der Ökologie, im Sozialen und in Sachen Ethik. Wir tragen mit großem Engagement dazu bei, dass unsere Region lebenswert ist – und bleibt. Doch nicht nur wir engagieren uns vor Ort.

Deshalb prämierten wir mit unserem Verantwortungspreis bereits zum zweiten Mal Menschen, Schulen, Kindergärten, Unternehmen und Vereine unserer Region für ihr besonderes verantwortungsvolles Engagement in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Ethik/Soziales.

Viele Menschen engagieren sich auf hervorragende Art und Weise für unsere Gemeinschaft. Dieses Engagement möchten wir unterstützen, würdigen und ihm eine Bühne geben. Wir zeigen vorbildliche Projekte, die zur Nachahmung anstiften. Damit soll aus vielen vermeintlich noch so kleinen Taten eine große „Bewegung für unsere Heimat“ wachsen.

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Preisgelder

Gelebte Verantwortung lohnt sich!
Für ihr besonderes verantwortungsvolles Engagement haben wir Preisgelder in Höhe von insgesamt 35.000 Euro in folgenden Bereichen vergeben:

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+ Ökologie, Ökonomie und Ethik/Soziales:
1. Preis je Kategorie: 5.000 Euro
2. Preis je Kategorie: 2.500 Euro
3. Preis je Kategorie: 1.500 Euro

+ Ehrenpreis der Volksbank-Stiftung Ulm-Biberach:
in Höhe von 2.500 Euro

+ Sonderpreis der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH:
in Höhe von 2.500 Euro

+ Sonderpreis der e.wa riss GmbH & Co. KG:
in Höhe von 3.000 Euro

Eine achtköpfige Jury, unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher, wählte aus allen eingehenden Bewerbungen die neun beispielhaften Engagements aus, die als Preisträger in den drei Bereichen gekürt wurden. Die Jury entschied ebenso über die Vergabe des Ehrenpreises sowie der Sonderpreise.

Die Jury
- Schirmherr: Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher
- Ralph P. Blankenberg, Vorstand der Volksbank Ulm-Biberach eG
- Klaus Eder, Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm
- Ulrich Becker, Chefredakteur der Südwest Presse Ulm
- Volker Schwarzenberg, Geschäftsführer Radio 7
- Matthias Stöckle, kfm. Vorstand der Stiftung KBZO
- Dr. Eva-Maria Dünkel, Vorsitzende der Bürgerstiftung Biberach
- Dietmar Geier, Geschäftsführer e.wa riss

Die Preisverleihung fand am 14. Juni 2018 in der Hauptstelle der Volksbank Ulm-Biberach eG, Olgaplatz 1 in Ulm, statt.

Bewertungskriterien
Bei der Bewertung des eingereichten Engagements legten wir in allen Bereichen (Ökologie, Ökonomie und Ethik/Soziales) Wert auf Kriterien wie:
- das angestrebte Ziel
- den gesellschaftlichen Bedarf
- die erzielte Wirkung
- die Nachhaltigkeit des Engagements
- Werte wie Respekt, Fairness, Menschlichkeit und Anstand

Mit dem Ehrenpreis der Volksbank Stiftung Ulm-Biberach würdigte die Jury besonderes Engagement auf Basis von Vorschlägen beziehungsweise Nominierungen.

Der Sonderpreis der SWU sowie der Sonderpreis der e.wa riss wurden unter allen eingereichten Bewerbungen für ein besonderes, einzigartiges Engagement vergeben – die Auswahl erfolgte ebenfalls durch die Jury.

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Bewerbung

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Verantwortungspreis. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Bewerbungsphase für 2018 leider bereits abgeschlossen ist.

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Viele Menschen in unserer Region nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung in vorbildlicher Weise wahr. Oft geschieht dies im Verborgenen und mit überdurchschnittlichem Engagement, mit viel Herzblut und Motivation. Gehören auch Sie zu diesen Menschen? Engagiert sich Ihr Verein, der Kindergarten, die Schule Ihrer Kinder oder Ihr Unternehmen in besonderer Weise in den Bereichen Ökologie, Ökonomie oder Ethik/Soziales? Oder kennen Sie jemanden, der genau das tut: einen Verwandten, Bekannten oder Nachbarn? Dann bewerben Sie sich oder melden Sie diese Person für unseren Verantwortungspreis an. Die Bewerbungsphase für 2018 ist leider schon vorbei. Aber auch im Jahr 2020 wird unser Verantwortungspreis wieder verliehen. Den Start der Bewerbungsphase werden wir rechtzeitig über unsere verschiedenen Medien kommunizieren.

Teilnahmekriterien
Sich bewerben oder vorgeschlagen werden können Privatpersonen, Unternehmen, Schulen und Vereine aus unseren Regionen Ulm, Illertal, Biberach und Ravensburg. Die Verantwortungsübernahme sollte bereits abgeschlossen beziehungsweise mindestens in der Umsetzung sein, sodass erste Ergebnisse erkennbar sind. Bei den Unternehmensbewerbungen sollte es sich um Unternehmen mit Hauptsitz in der Region und mit maximal 500 Vollbeschäftigten handeln, die sich in einem der drei Bereiche besonders engagieren.

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Preisträger 2018
Ethik & Soziales
1. Platz: Lernpaten des Familienzentrums Neu-Ulm
Die Lernpaten des Familienzentrums Neu-Ulm bei der Arbeit

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Das Projekt „Lernpaten“ des Familienzentrums Neu-Ulm hilft Kindern und Jugendlichen, die einen besonders hohen Förderbedarf haben, von zu Hause aber nicht die notwendige Unterstützung bekommen. Die individuelle Begleitung durch die Lernpaten ermöglicht den Kindern, ihre emotionalen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten zu verbessern und auch schulisch zu bestehen. Die Lernpaten sind ihren Schützlingen für mindestens ein Schuljahr fest zugeordnet.

Ziele des Projekts: die Schulnoten verbessern sich, die Schüler finden Praktikums- und Ausbildungsplätze, sie können ihren Alltag besser bewältigen und sie stärken ihr Selbstbewusstsein.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Das Projekt ist Vorbild für andere Schulen: Professionell betreute Gruppen ehrenamtlicher Lernpaten könnten an jeder Schule installiert werden.

Mehr zu den Projekten des Familienzentrums Neu-Ulm

2. Platz: Moskito-Zirkus - All inklusive
Das Team des Moskito-Zirkus beim Training

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Der Kinder-und Jugendzirkus MOSKITO am Theater Ravensburg e.V. leistet stark inklusive Kinder- und Jugendarbeit. Sowohl Kinder mit Behinderung (körperlich/geistig/emotional) als auch Kinder aus allen sozialen Schichten oder mit Migrationshintergrund sind mit an Bord. Wenn die Kinder gefragt werden, warum sie bei Moskito mitmachen, ist die Antwort immer: „Weil wir eine große Familie sind!“. Allen, die Interesse am Zirkus haben, wird die Möglichkeit geboten mitzumachen. Das „Anders sein“ ist bei Moskito normal und somit völlig okay. Ziel ist es, genau diese Einstellung nach außen zu tragen: Sei es durch Präsentationen bei Veranstaltungen oder durch die Schulung anderer Zirkuspädagogen und Lehrer.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Nach mittlerweile 3 Jahren der inklusiven Umsetzung sind die Gruppen stark zusammengewachsen, sodass untereinander eine vollständige Akzeptanz herrscht. Die Akzeptanz soll auch in den Alltag der Kinder übertragen werden. Das Projekt kann zudem Vorbild für andere Institutionen sein.

www.theater-ravensburg.de

3. Platz: Seniorencafé im Kindergarten
Sowohl Kinder als auch Senioren haben Spaß am Seniorennachmittag

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Senioren, für die soziale Kontakte teilweise nur noch in begrenztem Maße möglich sind, fühlen sich häufig einsam. Dagegen wollte der Kindergarten Sulmingen etwas unternehmen: Das „Seniorencafé“ wurde ins Leben gerufen, das in regelmäßigen Abständen im Kindergarten stattfindet. Auf diese Weise sollte dort Raum für Begegnung geschaffen werden. Das ist nicht nur für die Senioren eine Bereicherung, sondern auch für die Kindergartenkinder, die ohne Großeltern aufwachsen. Bereits am ersten Nachmittag ist das Angebot auf große Resonanz gestoßen und die Beteiligung ist jedes Mal sehr hoch.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Das Projekt kann nicht nur in Kindergärten umgesetzt werden. Auch in Krippen, Jugendhäusern und in Seniorenheimen kann Raum für Begegnung geschaffen werden. Außerdem ist eine Kooperation mit Krippenkindern im Kindergarten vorstellbar.

3. Platz: Breathless Singers - Chor der Atemlosen
Die Breathless Singers bei der Chorprobe

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Der Gesangverein Gemütlichkeit Wiblingen e.V. hat das Projekt Breathless Singers ins Leben gerufen: Menschen mit Atemwegserkrankungen nehmen aktiv an Chorproben teil und geben ihr Talent bei Auftritten zum Besten. Das Singen hilft den Patienten, nicht nur, um den Verlauf der Krankheit zu verbessern. Sie nehmen auch wieder aktiv an der Gesellschaft teil. Es ist erwiesen, dass das Singen im Chor Depressionen entgegenwirkt. Und letztendlich wird durch das Gemeinschaftserlebnis die Lebensqualität und Lebensdauer von Menschen mit Atemwegserkrankungen positiv beeinflusst. Unterstützt werden die Chormitglieder zudem durch Stimm- und Atemübungen.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Das Projekt kümmert sich um Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung von der Gesellschaft ausgegrenzt wurden. Sicherlich gibt es auch in anderen Bereichen die Möglichkeit, versteckte Talente und Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen zu aktivieren.

Ökologie
1. Platz: Naturschutz - Kultivierung von heimischen Obstsorten
Der Schwäbische Albverein kümmert sich um die heimischen Obstbäume

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Mit dem Projekt „Naturschutz“ setzt sich der Schwäbische Albverein Ortsgruppe Einsingen dafür ein, alte regionale Obstbäume und Obstsorten zu erhalten und zu pflegen. Konkret kümmert sich der Verein um die Obstbaumallee am Darrenberg. Außerdem wird seit vier Jahren die ehemalige Pfarrwiese mit ihrem Bestand an alten Obstbäumen gepflegt. Durch weitere Pflegemaßnahmen soll in den kommenden Jahren eine Wildblumenwiese am Darrenberg und auf dem Gebiet der Pfarrwiese entstehen (Bienen- und Insektenschutz). Abgesehen davon gehört auch die Ernte und die Apfelsaftherstellung zu den Aufgaben des Projekts. Durch den Erhalt der alten Obstbäume bleiben auch in der Zukunft alte Obstsorten erhalten. Die Streuobstanlagen bilden die Lebensgrundlage für viele Insekten und heimische Vogelarten.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Neben dem Erhalt der Streuobstwiesen soll vor allem unseren Kindern und unseren jungen Familien ein Zugang zur Natur und zur Naturpflege nahegebracht werden. Wer in jungen Jahren die Natur hautnah erlebt, wird sich auch später um Naturschutz kümmern.

Mehr zum Schwäbischen Albverein Ortsgruppe Einsingen

2. Platz: SOS Streuobstwiese
Das Team der SOS Streuobstwiese im Einsatz

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa und sind ein wichtiger Überlebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Mit dem Projekt „SOS Streuobstwiese“ will der Verein Netzwerk der Fachwarte und Baumwarte im Landkreis Biberach e.V. das Kulturbiotop Streuobstwiese erhalten. Dabei werden Streuobstwiesenbesitzer bei der Erstpflege von sanierungsbedürftigen Streuobstbeständen unterstützt. Streuobstwiesenbesitzer können sich beim Netzwerk der Fachwarte für eine ehrenamtlich durchgeführte, professionelle Erstpflege ihrer Streuobstwiesen bewerben.

Stimmen die Rahmenbedingungen, treffen sich rund 25 Fachwarte zu einer Großaktion auf einer Streuobstwiese und schneiden gemeinsam die verwilderten Obstbäume. Wurde ein Streuobstbestand fachgerecht saniert ist die Folgepflege durchaus zu bewältigen.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Dieses Modell ist auch in anderen Bereichen anwendbar, beispielsweise auf Almen oder in Weinbergen.

Mehr zur SOS Streuobstwiese

Ökonomie
1. Platz: Arbeit durch Secondhand
Die Arbeit im Second Hand Laden gibt neue Perspektiven

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Langzeitarbeitslosigkeit ist geprägt von emotionalen Belastungen, finanziellen Abhängigkeiten, Ausgrenzungen sowie familiären Spannungen. Die Neue Arbeit gGmbH versucht, diesen Problemen entgegenzuwirken. In den zwei Secondhandläden in Ulm und Neu-Ulm bietet sie nicht nur Secondhandware für jedermann zu kleinen Preisen an. Sie bietet auch rund 50 langzeitarbeitslosen Menschen einen Arbeitsplatz oder eine Arbeitsgelegenheit. Ziel ist es, diesen Personen wieder eine Perspektive zu geben, ihnen ihre Stärken und Fähigkeiten nahezubringen und sie dabei zu unterstützen, den erneuten Einstieg in die Erwerbstätigkeit zu meistern.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Die Schlüssel- und Fachkompetenzen, die die Teilnehmenden erlernen, bilden die Basis für ihren weiteren beruflichen Werdegang. Sie helfen ihnen dabei, Verantwortung für ihre berufliche Zukunft und auch für sich selbst und ihre Familien zu übernehmen.

www.neue-arbeit-ulm.de

2. Platz: Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele
Ehrenamtliche der BSG Biberach im Einsatz

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Der demografische Wandel ist einer der größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Die Menschen werden älter und leben länger. Bei dem heutigen Pflegenotstand kann das nicht allein von professionellen Pflegekräften geleistet werden. Eine sinnvolle Vernetzung von ehrenamtlich und bürgerschaftlich Engagierten ist notwendig. Die gemeinnützige Einrichtung BürgerSozialGenossenschaft Biberach hat dies erkannt und sich zum Ziel gesetzt, das in der Gesellschaft vorhandene soziale Engagement in genossenschaftlicher Form neu zu beleben und zu bündeln. Ganz nach dem Motto: was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.

Hilfsbedürftigen wird stundenweise geholfen: Ihre alltäglichen Arbeiten, Probleme und Sorgen, die sie ohne fremde Hilfe nicht bewältigen können, werden gemeinsam gelöst. Damit wird erreicht, dass die Betroffenen bei guter Versorgung möglichst lange in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung wohnen und leben können.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Das Projekt zeigt, wie einfach man Engagement bündeln kann, um Menschen zu helfen.

3. Platz: KinderKleiderKiste KiKKi
Die Jugendlichen der KinderKleiderKiste bei der Arbeit

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Das Jugendcafé Weingarten ist ein Teil der Offenen Jugendarbeit der Stadt Weingarten und in Trägerschaft der Johanniter Ravensburg. Das Projekt „KiKKi - KinderKleiderKiste“ ist eine Kinder- und Jugendfirma: Gemeinsam im Team werden die Abläufe der eigenen kleinen Firma gemeistert. Die KinderKleiderKiste nimmt Kleiderspenden (Kinderkleidung, Spielzeug, Bücher…) an und verkauft diese zu niedrigen Preisen weiter. Durch die Übernahme von Verantwortung soll das Selbstwertgefühl und dadurch die Persönlichkeit der Teilnehmer gestärkt werden. Die Projektteilnehmer sollen einfache Abläufe der Arbeitswelt kennenlernen und diese im Team erproben. Ein weiteres Ziel ist es, die Wahrnehmung für Kleidung als Konsumgut zu schärfen.

Müll soll durch Second-Hand-Kleidung vermieden werden, Markendenken wird aufgebrochen und der Kreislauf von Geben-und-Nehmen wird erlebbar gemacht.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Das Konzept der „KinderKleiderKiste“ könnte, wenn es die Räumlichkeiten zulassen, für jede Kinder- und Jugendeinrichtung als Vorbild gelten. Ein ähnliches Projekt wäre sicher auch in Schulen oder Jugendeinrichtungen denkbar.

Mehr zur KinderKleiderKiste

Sonderpreise
Sonderpreis der Volksbank-Stiftung Ulm-Biberach: Kulturloge Ulm/Neu-Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V.
Das Team der Kulturloge bei der Planung

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Das Ziel des Vereins Kulturloge Ulm/Neu-Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V. ist, Menschen mit geringem Einkommen einen kostenlosen Zugang zu Kulturveranstaltungen zu vermitteln, um ihnen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Mit der Kulturloge wird ein Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft geleistet und die Folgen der Altersarmut gemildert. Die Gäste der Kulturloge werden von zahlreichen sozialen Einrichtungen oder Ämtern angesprochen und ihre Vorlieben werden erfasst.

Wenn es im Bereich der Präferenzen Karten gibt, erhalten die Gäste einen Anruf und ein Kartenangebot für sich und eine Begleitperson. Die Karten werden auf den Namen reserviert und liegen an den jeweiligen Kassen bereit.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Die Organisation von Teilhabe ist immer vorbildlich. Die Arbeit eines gemeinnützigen Vereins ist sehr aufwendig, aber hoffentlich nachhaltig.

www.kulturloge-ulm.de

Sonderpreis der SWU: Freiwillige Praktiker
Die freiwilligen Praktiker im Einsatz

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Der Evangelische Diakonieverband Ulm/Alb-Donau hat in Kooperation mit der Caritas Ulm das Projekt „Freiwillige Praktiker“ ins Leben gerufen. Dabei erklären sich begabte, ehrenamtliche Mitarbeiter dazu bereit, kleine handwerkliche Tätigkeiten zu übernehmen: das Wechseln einer Glühbirne, das Reparieren von tropfenden Wasserhähnen oder den Aufbau von Möbeln. Ziel ist es mit der handwerklichen Hilfe der „Freiwilligen Praktiker“ insbesondere Menschen mit wenig Einkommen oder körperlichen/geistigen Beeinträchtigungen zu unterstützen – kostengünstig, unbürokratisch und zeitnah.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Menschen engagieren sich für Menschen. Das ist gesellschaftlich relevant, fördert den sozialen Zusammenhalt und die soziale Verantwortung.

www.diakonie-ulm.de

Sonderpreis der e.wa riss: Ökologische Beleuchtung der Reithalle Biberach
Umweltfreundliche Beleuchtung für die Reithalle Biberach

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Die Reitvereinigung Biberach e.V. will mit ihrem Projekt den Stromverbrauch in der Reithalle Biberach reduzieren und eine bessere Beleuchtung gewährleisten. Die Beleuchtung der Reitanlage bestand bisher zum größten Teil aus sehr energieverbrauchenden HQL-Lampen in den Reithallen und Leuchtstoffröhren in den Ställen. Das Ziel des Projekts ist die Umstellung auf LED-Lampen. Das Ergebnis ist eine bessere Beleuchtung mit hoher Stromersparnis, die damit einhergehende CO2-Einsparung sowie eine höhere Nachhaltigkeit durch die viel längere Lebensdauer der Lampen. In den Ställen wurden zusätzlich Dämmerungssensoren und in den Sattelkammern Bewegungsmelder eingebaut.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Mit dem Projekt soll ein Zeichen für nachhaltige Ressourcen-Einsparung gesetzt werden. Besucher der Anlage haben sich bei Großveranstaltungen bereits über die Vorgehensweise des Projekts informiert. Daher ist es möglich und natürlich wünschenswert, dass andere Institutionen diesem Beispiel folgen.

www.reitervereinigung-bc.de

Anerkennungspreis der Jury: Eine Ehrenrunde für den Müll
Daniela Hammer sammelt fleißig Papprollen

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Daniela Hammer sammelt wöchentlich in mehreren Abteilungen ihres Arbeitgebers leere, stabile Papprollen unterschiedlicher Größen ein (von Etiketten, Plotterpapier, Papierhandtüchern usw.). Diese gibt sie an Einrichtungen (z.B. Kindergärten) weiter, wo sie als Bastelmaterial gerne angenommen werden - ansonsten würden sie in der Kartonpresse landen. Ganz nach dem Motto: eine Ehrenrunde für den Müll - was für den einen Müll oder unbrauchbar ist, kann für einen anderen noch nützlich sein!

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Der Ablauf von Abholung an den Sammelstellen bis hin zur Weitergabe an den Abholer der Einrichtung ist mittlerweile Routine. Das würde in anderen Firmen (mit geeignetem Material) auch machbar sein. Die Menschen sind bereit zu helfen, solange ein klarer Sinn und ein geregelter Ablauf dahinter steckt.

Preisträger 2016
Ethik & Soziales
1. Platz: Rock Your Life! Ulm/Neu-Ulm
Rock Your Life: Die Mentoren bei der Arbeit

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Der Verein qualifiziert Studierende als Mentoren, die ehrenamtlich Schüler aus sozial, wirtschaftlich oder familiär benachteiligten Verhältnissen nach einem strukturierten Mentoring-Prozess auf dem Weg in den Beruf oder auf die weiterführende Schule begleiten. Ziel der zweijährigen Mentoring-Beziehungen ist es, die Schüler zu unterstützen, ihr individuelles Potential zu entfalten und ihre Perspektiven zu erweitern. Schüler, die das ROCK YOUR LIFE! Programm erfolgreich abgeschlossen haben, gestalten ihre Zukunft eigenverantwortlich und selbstbewusst. Für die Studierenden bedeutet die Tätigkeit als ROCK YOUR LIFE! Mentor nicht nur Engagement für mehr soziale Mobilität und gerechte Bildungschancen, sondern auch den Erwerb

von praktischen Fähigkeiten für den eigenen Einstieg ins Berufsleben – eine Chance, die sie an Universitäten oft vergeblich suchen.

Kann das Engagement auch auf andere Bereiche übertragen werden? Wie wirkt es als Vorbild?
Das Projekt zeigt, wie man sich ganz leicht für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland einsetzen kann. Es dient als Vorbild, indem es benachteiligte Menschen in unserer Gesellschaft unterstützt. Damit wird ein Zeichen gesetzt, um soziale Mobilität in Deutschland zu ermöglichen.

www.rockyourlife.de

2. Platz: Team Bananenflanke Ulm e.V.
Das Team Bananenflanke im Training

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Team Bananenflanke Ulm e.V. ist ein innovativer Fußballverein speziell für Kinder und Jugendliche mit geistigen Beeinträchtigungen. Durch erlebnispädagogische Einflüsse sollen außergewöhnliche Emotionen geweckt und dazu beigetragen werden, Persönlichkeit und soziale Kompetenz zu entwickeln. Der Aufbau eines positiven Selbstwertgefühls steht dabei im Vordergrund.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Den Spielerinnen und Spielern im Alter zwischen 6 und 28 Jahren gesellschaftliche Akzeptanz zu geben und gleichzeitig Begeisterung für den Sport zu wecken. Da im Leben unserer Jugendlichen auch nicht alles “gerade“ läuft haben wir die Banane zu unserem Maskottchen gewählt.

Alles unter dem Leitbild: Besondere Erlebnisse - Mehr Lebensqualität schenken - Außergewöhnliche Emotionen - Positives Selbstwertgefühl.

Wie nachhaltig ist das Projekt?  
Mit unserem Kooperationspartner, dem SSV Ulm 1846 Fußball e.V., haben die Menschen die optimale Trainingsvoraussetzungen vor Ort. Hier ist einmal die Woche Training. Alleine dadurch ist die Nachhaltigkeit gegeben. Geplant sind Turniere auf öffentlichen Plätzen hier in Ulm und in der näheren Umgebung. Auch überregionale Turniere sind in Planung.

www.team-bananenflanke.de

3. Platz: Hospiz Ulm
Team des Hospiz Ulm

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Es wurde bei der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen Verantwortung übernommen. Auch der Bereich Trauerarbeit gehört in das Tätigkeitsfeld der Hospiz- Mitarbeiter/-innen. Die Ausbildung, Fortbildung und Betreuung der Ehrenamtlichen ist ein wichtiger Teil der Arbeit. Außerdem betrachten sie es als ihre Verantwortung, das Thema Tod und Sterben aus der Tabuzone zu nehmen und dieses einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Vom Angebot profitieren Sterbende und deren Angehörige, die in einer äußerst schwierigen Lebenssituation Unterstützung finden. Es gibt eine offene Begegnungsstätte, das Hospiz-Café, außerdem ein regelmäßiges Trauercafé, als Begegnungsort für Trauernde. Bei der Diagnosestellung einer lebensverkürzenden Krankheit verändert sich das Leben der Betroffenen.

Es gibt viele Situationen mit denen der Sterbende, der Partner oder die Familie nicht allein zurecht kommen. Hier Hilfeleistung anzubieten ist Aufgabe des Hospiz.

Welchen Umfang hat das Engagement?
Wir haben dieses Jahr ein großes Jubiläum. Es gibt seit 10 Jahren den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst, seit 15 Jahren das Stationäre Hospiz und seit 25 Jahren ambulantes Hospiz.  Im Jahr 2015 wurden z. B. 212 Personen begleitet, es gab 138 Aufnahmen im stationären Hospiz und es wurden 839 Beratungsgespräche geführt. Es wurden 16.069 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet und 180 Veranstaltungen durchgeführt.

www.hospiz-ulm.de

Ökologie
1. Platz: Stefan-Rahl-Grundschule Ravensburg
Schüler im Einsatz auf der Streuobstwiese

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Die Schule hat eine eigene Streuobstwiese, die in Eigenverantwortung bewirtschaftet wird: Die Schülerinnen und Schüler pflanzen und pflegen die Bäume und die Wiese, gemeinsam mit den Lehrkräften. Nach der Ernte wird Saft gepresst, der zudem verkauft wird.
Ziele sind das Lernen von Nachhaltigkeit des eigenen Tuns, das Übernehmen von Verantwortung, das Ausüben einer naturnahen Tätigkeit und das gemeinsame Erleben. Da wir eine inklusive Schule sind, steht zusätzlich im Fokus, jedem Kind bei diesem Projekt eine angemessene Aufgabe zuzuweisen.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Jeder Einzelne der Beteiligten zieht einen persönlichen Gewinn daraus. Auch die Schulgemeinschaft als solche wird durch das gemeinsame Handeln gestärkt. Langfristige Ziele sind dabei das Erleben und begreifen von Nachhaltigkeit, sowie der Erhalt eines naturnahen Raumes, der allen nutzt und die Einsicht, jeder Einzelne kann zum Erhalt und Verbesserung unserer Umwelt seinen Beitrag leisten.

Wie nachhaltig ist das Projekt?
Die Schülerinnen und Schüler erleben im Verlauf ihrer Grundschulzeit die zwangsläufigen Veränderungen auf der Streuobstwiese und die notwendigen Maßnahmen, damit diese Kulturlandschaftsform erhalten bleibt. Das Projekt gehört zum Selbstverständnis der Schule und ist in den Jahresablauf integriert. Es stärkt die Schulgemeinschaft im besten Sinne. Viele Schüler beteiligen sich auch in ihrer Freizeit an notwendigen Arbeiten. Gerade für Schüler mit festgestelltem Förderbedarf (Inklusion) steigern die Arbeiten auf der Wiese ihr Selbstwertgefühl in besonderem Maße. Die Schülerinnen und Schüler zeigen einen sehr hohen emotionalen Bezug zu "ihrer" Wiese.

www.stefan-rahl-schule.de

2. Platz: Schenktag & Schenkladen-Initiative
Große Freude auf den Schenktagen

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Gut erhaltene Artikel werden am Schenktag angenommen und an am Thema Nachhaltigkeit Interessierte sowie sozial Schwache kostenlos abgegeben, sechs Mal im Jahr. Geplant ist auch ein Schenkladen, der dasselbe anbietet. Schon jetzt findet gelebte Inklusion beim Schenktag statt, in Zukunft sollen auch im Laden ehrenamtlich Behinderte mitarbeiten können, ebenso Migranten, Obdachlose oder Hartz-IV-Empfänger.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Die Gesellschaft profitiert davon - gut erhaltene Dinge dürfen nicht beim Entsorger landen, sie müssen im Wirtschaftskreislauf bleiben und von anderen weiter genützt werden können. Außerdem profitieren sozial Schwache davon, deren Zahl immer größer wird.

Wie nachhaltig ist das Engagement?  
Menschen mit geringem Budget stürmen die Schenktage, da sie hiermit viel Geld sparen können. Außerdem wird das "Entsorgungsaufkommen" geringer.

www.schenktagwgt.blogspot.de

3. Platz: Kikuna
kikuna in Aktion - hier werden z.B. Klimagläser gebastelt

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
kikuna übernimmt Verantwortung im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Dabei steht kikuna für „Kinder, Kunst und Natur“ und ist eine Kreativwerkstatt der besonderen Art: kikuna begeistert große und kleine Menschen für einen nachhaltigen, fairen und weltbewussten Lebensstil.
kikuna hält für Kinder, Familien, Erwachsene, PädagogInnen, Gemeinden, Vereine und Unternehmen unter dem Motto "Zukunft Nachhaltig Gestalten Lernen" eine Vielfalt an attraktiven Angeboten bereit: Kreativ-Workshops, Natur-Spaziergänge, Vorträge,  Kindergeburtstage und Familienprogramme für Großveranstaltungen u.v.m.
Die ehrenamtlich Engagierten zeigen den Menschen einen respektvollen und behutsamen Umgang mit der Umwelt und vermitteln Wissen um die Zusammenhänge in der Natur und auf der Welt – auf kreative und spielerische Art.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Um diese eine Welt für uns, unsere Kinder und Enkelkinder lebenswert zu gestalten, müssen wir lernen, nachhaltig zu denken und zu handeln. Nachhaltigkeit lernen ist notwendig. Wir brauchen eine gute Portion Wissen und Weltbewusstsein, um die Auswirkungen unseres alltäglichen Handelns abschätzen zu können. Wir müssen umdenken und viele Dinge auch neu denken. Ein Kurswechsel in Richtung Nachhaltigkeit lohnt sich für uns alle: Nachhaltigkeit bringt Lebensqualität, Freude und Freunde. Nachhaltigkeit macht Sinn. Und: Es gibt keine Alternative - wir haben keine zweite Erde in Reserve! In diesem Sinne profitieren alle davon!
Den formalen Rahmen für das kikuna-Engagement bilden die Agenda 2030 mit den SDGs, das Weltaktionsprogramm für Bildung für Nachhaltige Entwicklung und auch der Neue Bildungsplan in Baden-Württemberg.

www.kikuna-welt.de

Ökonomie
1. Platz: UNW
Erfahrungsaustausch beim UNW

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Der unw (Ulmer Initiativkreis für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e.V.) wurde 1993 von Prof. Helge Meyer und dem damaligen Oberbürgermeister Ivo Gönner gegründet mit dem Ziel, für die Region durch nachhaltiges Handeln Verantwortung zu übernehmen. Insbesondere Unternehmen sollen darin bestärkt werden, dass ökologische und sozialverträgliche Zielsetzungen zu deren langfristiger Zukunftssicherung maßgeblich beitragen. Weitere Schwerpunkte sind die Bildung von Netzwerken zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Stadtverwaltung sowie die Information und Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Es profitieren vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Region. Sie haben im Gegensatz zu den

großen Firmen mit eigenen Abteilungen meist keine Umweltmanagementabteilungen, die sich unabhängig vom Tagesgeschäft mit nachhaltigen Maßnahmen beschäftigen. Von Endverbrauchern und Mitarbeitern werden immer mehr Fragen an die Unternehmen über deren nachhaltige Fertigungsprozesse und Produkte gestellt. Der unw bietet dazu Erfahrungsaustausch, Impulse und Anregungen für die Unternehmen. Die Öffentlichkeit wird informiert und der Diskurs wird nach außen getragen durch die Behandlung aktueller Themen in der jährlich stattfindenden Stadthausveranstaltung und in den Mittwochsgesprächen.

www.unw-ulm.de

2. Platz: Staudengärtnerei Gaißmayer
Dieter Gaißmayer, Inhaber der Staudengärtnerei in Illertissen

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Die Bio-Staudengärtnerei wird konsequent nach ökologischen Standards betrieben. Bei der biologischen Anzucht und Kultur von Stauden, darunter auch eine ganze Reihe vom Aussterben bedrohter heimischer Pflanzen, wurde Pionierarbeit geleistet. Dabei ist es der Staudengärtnerei wichtig, Traditionen zu erhalten und diese mit Modernem zu kombinieren. Gleichzeitig wird die Gartenkultur bewahrt und gefördert.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Gartenfreunde finden im breitgefächerten Sortiment an Stauden Bio-Pflanzen, die gesund und widerstandskräftig ist. Zudem wird qualifizierte fachliche Beratung geboten. Gleichzeitig ist es der Staudengärtnerei sehr wichtig, den Nachwuchs zu fördern - so wird jährlich drei jungen Menschen eine Ausbildung zum/zur Staudengärtner/-in angeboten.

Wie nachhaltig ist das Engagement?
Statt "Ex-und-Hopp"-Pflanzen werden Pflanzen angeboten, an denen die Kunden lange Freude haben. Denn durch eine sachgerechte Kultur wird erreicht, dass das Pflanzengut nachhaltig gedeiht. Die Staudengärtnerei ist überzeugt davon, dass sich konsequentes ökologisches Handeln sehr gut mit Wirtschaftlichkeit vereinbaren lässt, deshalb sind sie seit 1995 zertifizierter Bioland-Betrieb. Wichtig ist dabei der aktive Mitarbeiterschutz: Keiner muss hier mit Giften hantieren!

www.gaissmayer.de

3. Platz: Grüner Zweig-Kantine
Ein Mitarbeiter der Kantine bei der Essensausgabe

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Der Grüne Zweig gibt behinderten Menschen Arbeit, Heimat und Perspektive und hat die hochwertige Versorgung des Hightech-Standortes Science Park II mit Kantine erfolgreich und in vorbildlicher Weise verwirklicht.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Zunächst einmal die Gäste, von denen jeden Tag ca. 300 die Kantine in Anspruch nehmen. Doch genauso profitieren die Profis des Grünen Zweigs und die Behinderten, die mit großem Eifer leckeres und frisches Essen herstellen. Eine klassische Win-Win-Situation.

Wie nachhaltig ist das Projekt?  
Das Projekt ist auf Dauer angelegt und hat Arbeitsplätze für behinderte und nichtbehinderte Menschen geschaffen. Es verbindet wirtschaftlich ausgerichtete Tätigkeiten sinnvoll mit sozialem Engagement. Die Arbeitsplätze selbst sind auf Dauer geschaffen, so dass die Mitarbeitenden langfristige Perspektiven haben.

www.gruener-zweig-ulm.de

Sonderpreise
Ehrenpreis der Volksbank-Stiftung Ulm-Biberach: Ambulante Palliativversorgung
Ehrenamtliche der Palliativversorgung auf dem Weg zum Patienten

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Im Rahmen der Gründung des Vereins 2009 durch ehrenamtlich engagierte Ärzte und Pflegekräfte wurde die Grundlage für die Umsetzung er spezialisierten ambulanten Palliativversorgung geschaffen. Ziel war die Umsetzung des §132d SGB V. Wesentliche Kernaussage ist die Betreuung von schwerst kranken Patienten zu Hause, um Lebensqualität zu erhalten und ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Heute engagieren sich aktuell 9 spezialisierte Ärzte und 11 spezialisierte Pflegefachkräfte auf Basis eines Versorgungsvertrages mit den Krankenkassen um dies zu ermöglichen.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
In erster Linie profitieren Patienten mit unheilbaren, weit fortgeschrittenen und weiter fortschreitenden Erkrankungen hiervon, da nicht nur eine spezialisierte Symptomkontrolle und adäquate Linderung zu Hause erfolgt, sondern auch und dies ist wichtig eine psychosoziale, sowie seelsorgerische/Spirituelle Betreuung einhergeht. Die kontinuierliche Unterstützung des sozialen Umfeldes und der Familie gehört ebenso zu den Aufgaben, wie die Koordination weiterer unterstützender Maßnahmen und die Beratung.

Die Bedarfssituation ergibt sich aus der stets steigenden Anzahl schwerst kranker Patienten, welche nach häufig langen Behandlungen wie z.B. Chemotherapien, Strahlentherapien, Operationen etc. an einem Punkt angelangt sind, an dem kein kurativer Behandlungsansatz mehr gegeben ist und palliative Versorgung erforderlich wird, deren besonderer Schwerpunkt darin liegt, Beschwerden zu lindern.

Wie nachhaltig ist die Initiative?  
Die Nachhaltigkeit zeigt sich in den stets ansteigenden Versorgungszahlen sowie einer Entlastung stationärer Versorgungsangebote wie z.B. Kliniken, Hospizen, Pflegeheimen. Gleichfalls steigt die Versorgungsqualität. Zwischenzeitlich gibt es eine Reihe an Kooperationen z. B. mit ambulanten Hospizdiensten und auch Kliniken. Es wurde erkannt, das im Sinne des Patienten und dessen Angehörigen durch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung eine wesentliche Verbesserung der Situation der Betroffenen in diesem letzten Lebensabschnitt erreicht werden kann.

www.apu-ev.de

Sonderpreis der SWU: Heyoka-Theater
Das Team des Heyoka-Theaters

Wie wurde Verantwortung übernommen und welche Zielsetzung wurde dabei verfolgt?
Im Heyoka-Theater spielen Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Krankheiten, engagierte Laienschauspieler und Profis zusammen. Grundvoraussetzung und Potential ihrer Arbeit sind gegenseitiger Respekt, Akzeptanz und Vertrauen in jeden einzelnen Teilnehmer und das daraus entstehende Ensemble als Ganzes. Auf dieser Basis können die Mitglieder die unterschiedlichsten Begabungen entdecken, zusammenführen und auf die Bühne bringen.
Der Begriff „Heyoka“ stammt aus der Sprache der nordamerikanischen Lakota. In der Kultur der Plainsindianer hatten die Heyoka die Aufgabe, die gewohnte Form des Zusammenlebens immer wieder in Frage zu stellen. Auch „Contraries“ genannt, stellten sie zum Beispiel den Arbeitsrhythmus auf den Kopf, spielten verrückt und brachten eine heilsame Unordnung in den Alltag. Die Bedingung für diese wichtige Aufgabe war die grundsätzliche Bereitschaft, anders zu sein als die Anderen. Dieses Anderssein, das die Normalität in Frage stellt, ist das Leitbild des Heyoka-Theaters.

Wer profitiert davon und welche Bedarfssituation spricht für die Verantwortungsübernahme?
Zuerst natürlich die Schauspieler selbst, die eine Steigerung ihres Selbstwertgefühles und das besondere Zusammengehörigkeitsgefühls des Teams erleben. Die Zuschauer, die eine für viele ganz neue und andere Art des Theaterspiels erleben können. Die Stadt Ulm, die ihr Kulturangebot mit einem Inklusionstheater bereichern darf. Gelebte Inklusion/Integration bedeutet, Andersartigkeit der Menschen zu mischen, um glücklich und zufrieden miteinander zu leben.

Welchen Umfang hat das Engagement?
Das Stammteam mit ca. fünf Personen ist zuständig für Gestaltung des Stückes, Anpassung an die jeweiligen Fähigkeiten der Schauspieler, Zusammenspiel mit der Musikgruppe, Erstellen des Probenplans, Werbung, Pressearbeit etc. Der wechselnde Schauspielplan erfordert stets ein starkes Engagement aller Beteiligten. Die Bandbreite geht von ehrenamtlichen Mitarbeitern bis zu Vollzeitkräften.

Wie nachhaltig ist die Initiative?  
Das Heyoka-Theater ist inzwischen dauerhaft im Roxy und im Theater Ulm (Podium) etabliert. Die Stadt Ulm unterstützt das Projekt durch eine Förderungszusage auf 3 Jahre. Zuschauer, die eine Aufführung gesehen haben, kommen gerne bei den nächsten Darbietungen wieder. Mit dem Stück "Räubermaria" hat Heyoka-Theater den Lamathea-Preis 2015 gewonnen, der Anerkennung für ehrenamtliches Engagement und Ansporn für weitere Theaterprojekte zum Inhalt hat. Aktuelle Schulvorstellungen sind alle ausverkauft. Und nicht zuletzt ist das Gründungsteam seit Beginn mit viel Freude und Leidenschaft in ihrer Arbeit geschlossen unterwegs, was die Nachhaltigkeit unterstreicht.

www.heyoka-theater.de

Positionierung

Auch wir übernehmen Verantwortung.
Unsere Zielsetzung geht weit über die des wirtschaftlichen Erfolgs für unsere Mitglieder und Kunden hinaus. So haben wir in unserem Geschäftsmodell vier gleichberechtigte Zielgrößen verankert: Ökonomie, Ökologie, Sozialverantwortung und Ethik.

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Um unsere Auffassung von verantwortungsvollen Bankgeschäften zu konkretisieren, um sie greifbarer zu machen, haben wir für uns Grundsätze definiert. Sie gelten für alle Bereiche unserer Bank, umfassen unser Kerngeschäft genauso wie unsere Betriebsbereiche. So werden Sie beispielsweise bei uns keine Anlagen finden, die mit Lebensmitteln spekulieren. Wir werden keine Geschäfte im Bereich geächteter Waffensysteme finanzieren, wie Handel und Herstellung von Minen und Streubomben. Ebenso erhalten Projekte, die mit einem Verstoß gegen Menschenrechte einhergehen oder massiv gegen Umweltgesetze verstoßen, von uns eine deutliche Absage. Zudem dokumentieren wir unser Engagement für nachhaltiges Wirtschaften in einer freiwilligen Selbstverpflichtung: Mit Unterzeichnung der WIN-Charta haben wir 12 Leitsätze dieses Baden-Württembergischen Nachhaltigkeitsmanagement-Systems akzeptiert.

Unsere Eigenanlagen haben wir durch eine der weltweit führenden Rating-Agenturen im nachhaltigen Anlagesegment, oekom Research, prüfen und zertifizieren lassen. Unsere Grundsätze achten wir im gesamten Unternehmen und besonders mit Blick auf unsere Heimat. So beziehen wir beispielsweise die Mehrheit aller Einkäufe aus der Region, oftmals unterstützen wir damit auch soziale oder karitative Einrichtungen. Diese fördern wir durch zahlreiche Aktionen, Spenden und Sponsorings: Pro Jahr fließen so ca. 500.000 Euro in die Region.

Als Bank unterstützen wir bewusst die Verantwortung und Aufgaben der Menschen unserer Region. Die persönlichen Lebenssituationen unserer Kunden werden durch individuelle Konzepte und Beratungsleistungen unterstützt und begleitet. Das gilt auch für uns als Arbeitgeber, dem zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso wichtig ist wie ein professionelles Gesundheitsmanagement oder die persönliche und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter.

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